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Ron-Robert Zieler spielt seit dieser Saison für den VfB Stuttgart.

Star in Zahlen

Ron-Robert Zieler: Die Nummer Eins mit der 16

Stuttgart – Ausbildung bei Manchester United, Weltmeisterschaft in Brasilien, Europapokal und Abstieg mit Hannover, Konkurrenzkampf in Leicester: Ron-Robert Zieler, Torwart des kommenden Werder-Gegners VfB Stuttgart, hat mit seinen 28 Jahren schon einiges erlebt.

1 – Bei Stuttgart ist Zieler als Nummer eins im Tor gesetzt, auf dem Trikot prangt aber die Rückennummer 16: Als er im Sommer zum VfB Stuttgart wechselte, war die „1“ noch an den bisherigen Stammtorhüter Mitchell Langerak vergeben. Zieler setzte sich im Zweikampf vor der Saison durch, Langerak wechselte Ende August zum spanischen Club UD Levante. Jetzt wäre die Nummer frei...

4 Millionen Euro überwies der VfB Stuttgart an Leicester City für den Keeper – und der musste um seinen Wechsel ordentlich kämpfen. Beim Englischen Meister von 2016 kam Zieler nicht an Konkurrent Kasper Schmeichel vorbei, absolvierte nur neun Ligaspiele. Für ihn zu wenig: Schon im Winter hegte der Torhüter Wechselgedanken. Aber auch nach der Saison gestalte es sich dann schwieriger als gedacht, die Freigabe zu erhalten. „Ich musste schon sehr hartnäckig sein“, sagte Zieler dem „Kicker“.

6 Länderspiele, ein WM-Titel: 2014 fuhr Zieler mit dem Team zur Weltmeisterschaft nach Brasilien. Deutschland holte den Pokal, und obwohl der Torhüter keinen Einsatz bekam, verriet er „uefa.com“ was er neben der Medaille mitgenommen hat: „Ich merke schon, dass ich teilweise anders wahrgenommen werde. Gerade für die Fans bin ich eben jetzt nicht nur der Torwart Ron-Robert Zieler, sondern auch der Weltmeister Ron-Robert Zieler.“ Für die EM 2016 in Frankreich war er nicht nominiert, mit guten Leistungen in der Bundesliga will er jetzt den Sprung zurück in die Nationalelf schaffen.

16 Jahre war Zieler alt, als er ein Angebot von Manchester United bekam. Er spielte fünf Jahre beim englischen Top-Club, rückte von der A-Jugend in die U23, und trainierte häufig bei den Profis von Sir Alex Ferguson mit. Dort traf er unter anderem auf Torwart-Legende Edwin van der Sar. „Das Training mit einem solchen Ausnahmetorhüter hat mich natürlich weitergebracht und geprägt“, sagte Zieler gegenüber „goal.com“.

25 Millionen Einwohner auf einem Gebiet, das dreimal so groß ist wie Deutschland: Die Innere Mongolei war 2015 Raimunt Zielers neuer Arbeitsplatz. Der Vater des Torhüters sollte in der autonomen Region Chinas die Entwicklung des Fußballs vorantreiben. Erfahrung im Jugendbereich hat er allemal, der Fußball-Lehrer arbeitete bereits in verschiedenen Jugendabteilungen, unter anderem für den Verband Mittelrhein. Beim 1. FC Köln betreute er sogar einen der späteren Nationalmannschaftskollegen seines Sohnes: Lukas Podolski war zwei Jahre lang sein Schützling.

(gra)

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