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Fin Bartels traf im bisher letzten Duell gegen den VfB Stuttgart doppelt. Das Spektakel endete 6:2.

Vor dem 14. Spieltag

Tore garantiert: Die Fakten zum Stuttgart-Spiel

Bremen - Es ist ein Duell mit Tradition: Werder Bremen trifft zum 101. Mal in der Bundesliga auf den VfB Stuttgart. Die wichtigsten Infos zur Partie gegen den Aufsteiger.

1. Bilanz gegen den VfB: Werder verlor nur eines der letzten acht Duelle mit dem VfB Stuttgart und keines der vergangenen neun Heimspiele gegen die Schwaben. Insgesamt ist die Bilanz nach exakt 100 Bundesliga-Spielen aber ausgeglichen: 37 Siege für Werder bei 32 Remis und 35 Niederlagen.

2. Stuttgarter Auswärtsschwäche: Keines der bisherigen sieben Auswärtsspiele in dieser Saison hat der VfB gewonnen. Erst einen Punkt konnte der Aufsteiger auf fremden Rasen ergattern: Am vergangenen Spieltag gab es ein 1:1 bei Hannover 96.

3. Tore garantiert: Noch nie endete ein Duell im Weserstadion gegen Stuttgart torlos. Allein in den vergangenen drei Werder-Heimpartien gegen den VfB fielen zwölf Tore (6:2, 2:0, 1:1). Zudem traf Werder in der Bundesliga gegen keinen Verein häufiger (175 Tore).

4. Noch ein Spektakel? In zwölf der 100 Spiele gegen Stuttgart fielen mindestens sechs Tore. Das torreichste Duell fand im März 2008 statt. Stuttgart gewann 6:3, Mario Gomez schnürte damals einen Dreierpack. Nur eines von vielen torreichen Klassikern der Nord-Süd-Duelle in der Bundesliga-Geschichte.

5. Werders Mutmacher: Was war das für ein irres Match! Am 32. Spieltag der Saison 2015/16 schoss Werder die Stuttgarter im Abstiegskampf mit einem 6:2 aus dem Weserstadion und machte damit einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Durch das 1:0 am letzten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt sicherten sich die Bremer schließlich den Klassenerhalt, der VfB musste runter in Liga zwei.

Werders 6:2-Kantersieg gegen den VfB Stuttgart

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Die Werder-Fans sorgten schon vor dem Anpfiff und vor dem Stadion für mächtig Stimmung. © nordphoto
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Mit einem lautstarken Fan-Spalier wurde der Mannschaftsbus von Werder empfangen. © nordphoto
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Auch die beiden Werder-Legenden Jonny Otten (l.) und Wynton Rufer ließen es sich nicht nehmen, Werder gegen den VfB zu unterstützen. © nordphoto
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Kurze Aufregung vor dem Anpfiff... © nordphoto
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...ein Loch im Tornetz. Doch kein Problem: Mit ein paar Handgriffen... © nordphoto
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...wurde das Netz schnell wieder geflickt. © nordphoto
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Beide Teams lieferten sich von Beginn an eine umkämpfte Partie, in der Werder den besseren Start erwischte. © nordphoto
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Nach feiner Vorarbeit von Claudio Pizarro kommt Fin Bartels in der 10. Minute im Strafraum der Gäste zum Abschluss und... © nordphoto
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...trifft für Werder zum umjubelten 1:0-Führungstreffer. © nordphoto
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Die Bremer Freude hielt allerdings nicht lange an. In der 26. Minute erzielte Daniel Didavi den 1:1-Ausgleich für den VfB. © nordphoto
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Werder ließ sich von dem Gegentreffer aber nicht beirren. Ein Eigentor von Federico Barba brachte die Grün-Weißen in der 33. Minute wieder in Front - VfB Keeper Przemysław Tytoń machte dabei auch keine gute Figur. © nordphoto
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Und es sollte für die Bremer vor der Pause sogar noch besser kommen. Levin Öztunali traf in der 42. Minute zum 3:1. © nordphoto
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Bitter: In der ersten Halbzeit musste Sambou Yatabare angeschlagen vom Platz. © nordphoto
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Nach dem Seitenwechsel war Stuttgart dann wieder mit dem Toreschießen dran – Barba verkürzte in der 53. Minute auf 2:3. © nordphoto
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Die Bremer Fans mussten nun tatsächlich wieder zittern. Allerdings... © nordphoto
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...nicht lange: Claudio Pizarro traf in der 64. Minute... © nordphoto
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...nach Vorarbeit von Bartels zum 4:2. © nordphoto
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Und es gab noch mehr Grund zur Freude! Bartels und Ujah erhöhten auf 6:2 für die Grün-Weißen. © nordphoto
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Auch bei Keeper Felix Wiedwald war der Jubel groß nach dem Sieg. © nordphoto

6. Alt gegen jung: Werder Bremen stellt mit einem Durchschnittsalter von 26,0 Jahren das drittälteste Team der Bundesliga. Der Aufsteiger aus Stuttgart hingegen ist mit einem Durchschnittswert von 24,6 das drittjüngste Team der Liga - eine neue Generation der jungen Wilden.

7. Die Fehlenden: Werder muss auf Verteidiger Luca Caldirola (Fußverletzung), Stürmer Aron Johannsson (Knieprobleme), Ersatzkeeper Michael Zetterer (OP am Handgelenk) und den Langzeitverletzten Justin Eilers (Kreuzbandriss) verzichten. Bei Stuttgart fehlen Daniel Ginczek (Muskelfaserriss in den Adduktoren), Alexander Meyer (Muskelfaserriss), Carlos Mane (Trainingsrückstand) und Matthias Zimmermann (Kreuzbandriss). Ron-Robert Zieler ist nach Erkältung rechtzeitig fit geworden.

8. Der Torhüter: Jiri Pavlenka ist zurzeit das Maß aller Dinge in der Bundesliga, sein Gegenüber Ron-Robert Zieler ist aber auch nicht schlecht. Laut Durchschnittsnote des „Kicker“ sind beide Torhüter die in dieser Saison bisher besten Spieler ihrer Teams (2,65 bei Pavlenka, 2,81 bei Zieler). Sowohl Pavlenka als auch Zieler haben in dieser Saison bisher 16 Gegentore kassiert.

9. Social Media: Zwei Traditionsteams, zwei große Fan-Scharen - aber Werder hat die Nase vorn, was die Zahl an Followern in den sozialen Netzwerken angeht. Insgesamt erreicht Werder rund 1,6 Millionen Menschen, der VfB Stuttgart etwa 1,2 Millionen. Den Unterschied macht Facebook aus. Dort hat Werder mit mehr als einer Million Anhänger fast doppelt so viele wie Stuttgart (546.000).

10.  Wieder volles Haus: Wie schon beim 4:0 gegen Hannover 96 wird das Weserstadion auch gegen Stuttgart mit 41.500 Zuschauern ausverkauft sein. Das ist nicht selbstverständlich, weiß Cheftrainer Florian Kohfeldt: „Wir sind immens dankbar für die Fans, die uns den Rücken stärken. Da haben wir in Bremen eine extrem luxuriöse Situation. Dessen sind wir uns bewusst, das ist in der Liga einmalig.“

(kso/han mit sid)

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