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Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat freie Wahl, wen er gegen den VfL Wolfsburg auf den Platz schickt. Max Kruse (li.) und Thomas Delaney dürften gesetzt sein.

Auch Johannsson fit

Mögliche Aufstellung: Freie Auswahl für Kohfeldt

Bremen - Die Konkurrenz hat schon mal alles richtig gemacht – und brav verloren. Köln, Hamburg, Mainz, Freiburg – keines dieser Teams hat am Samstag einen Punkt geholt.

Es könnte also ein guter 22. Spieltag werden für Werder Bremen. Wenn der Tabellen-15. am Sonntag denn selbst seine Pflicht erfüllt und das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg gewinnt. Dann wären die Bremer wieder auf Tuchfühlung zu den Plätzen zwölf und 13. „Wir haben uns durch fünf Punkte in den ersten vier Spielen der Rückrunde in diese Position gebracht“, sagt Trainer Florian Kohfeldt. Unausgesprochener Nachsatz: Jetzt muss es auch weiter nach vorne gehen.

Bargfrede und Johannsson sind fit

Personell sieht es so gut aus wie lange nicht für Kohfeldt. Fin Bartels fehlt zwar immer noch, Ishak Belfodil muss wegen seiner Paris-Panne ebenfalls zugucken. Aber ansonsten sind alle fit. Auch Philipp Bargfrede, der zuletzt zwei Partien verpasst hatte. Auch Aron Johannsson, der seine Hüftprellung rechtzeitig überwunden hat und am Samstag das Abschlusstraining bestritt. 

„Er ist beschwerdefrei und deshalb natürlich ein Kandidat für den Kader“, sagt Kohfeldt. Eine Garantie, dass Johannsson wie am Dienstag beim DFB-Pokalspiel in Leverkusen von Anfang an spielen wird, gibt es jedoch nicht. Zwar hat der ehemalige US-Nationalspieler mit seinem Tor gegen Leverkusen eine schöne Bewerbung für weitere Einsätze eingereicht, aber die Konkurrenz in der Offensive ist auch nicht ohne. Neuzugang Milot Rashica wartet nach zwei Auswärtsspielen auf sein Heimdebüt, er ist auf der rechten Seite Johannssons Hauptkonkurrent.

Aber auch auf links hat Kohfeldt so etwas wie ein Luxusproblem. Florian Kainz war gut in Leverkusen, Zlatko Junuzovic auch. Und im Mittelfeld wäre auch Jerome Gondorf nach leichter Grippe-Attacke wieder voll einsatzfähig. „Es gibt jetzt mehrere Härtefall-Kandidaten“, sagt Kohfeldt und bekennt: „Für den Spieler, der am Ende nicht berücksichtigt wird, ist das nicht so schön. Für den Trainer ist es dagegen eine ideale Situation.“ Freie Auswahl – aber gesetzt bleiben wohl neben Max Kruse auch Thomas Delaney, Bargfrede und Maximilian Eggestein.

In der Abwehr sind Veränderungen gegenüber den vergangenen Partien kaum zu erwarten. Zwar zeigte Milos Veljkovic zuletzt ein paar Schwächen, Kohfeldt macht aber deutlich, dass er dennoch an dem 22 Jahre alten Innenverteidiger festhalten wird: „Ich sehe Milos' Leistungen nicht so kritisch und glaube auch nicht, dass wir uns Sorgen um ihn machen müssen.

Er ist ein junger Spieler und geht auch mal durch eine Welle. Aber die Welle ist nicht so tief, als dass er den Mannschaftserfolg gefährden würde. Wäre es anders, würde ich ihn nicht dauerhaft bringen.“ Für Neuzugang Sebastian Langkamp bedeutet das, dass er erneut nur auf der Bank sitzen wird – auch wenn er im Abschlusstraining am Samstag mit Niklas Moisander ein Innenverteidiger-Duo bilden durfte.

Aber egal wer spielt: Kohfeldt erwartet von allen, dass sie gegen die „Wölfe“ clever spielen: „Kein Harakiri. Nicht jedes Spiel muss ein Rausch sein“, meint Kohfeldt und spielt an die vergebene 2:0-Führung in Leverkusen an. Da folgte dem frühen Rausch der 2:4-Kater. Gegen Wolfsburg darf das nicht passieren. Wegen der Perspektive nach oben.

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