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2015 gewann Werder mit 2:0 gegen die Würzburger Kickers. Eine Ausnahme unter den vielen Bremer Pokal-Pleiten der vergangenen Jahre. Jetzt kommt es zum Wiedersehen.

Erste Runde im DFB-Pokal

Zehn Fakten zum Werder-Spiel gegen Würzburg

Offenbach - Es geht wieder los! Werder Bremen trifft am Samstag in der ersten Runde des DFB-Pokals in Offenbach auf die Würzburger Kickers. Die wichtigsten Infos zum Spiel.

1. Weder in Bremen noch in Würzburg: Das Spiel steigt in Offenbach, mehr als 100 Kilometer von Würzburg entfernt, im Sparda-Bank-Hessen-Stadion, besser bekannt als Stadion am Bieberer Berg. In Würzburg, das eigentlich Heimrecht hat, durfte das Spiel aus Lärmschutzgründen nicht mehr um 20.45 Uhr angepfiffen werden, eine Verlegung auf eine frühere Uhrzeit lehnte der DFB ab – wegen der Fernsehübertragung und einer möglichen Verlängerung mit Elfmeterschießen.

2. Gewaltige Pleiten-Serie: Die Würzburger Kickers waren noch im gesamten Jahr 2017 ohne Pflichtspielsieg – bis Mittwoch, als ihnen im bayrischen Verbandspokal gegen den Bezirksligisten TSV Ranningen ein 8:0 gelang. Damit endete eine schier unglaubliche Pleitenserie: Zum Jahreswechsel war Würzburg noch Tabellen-Sechster der Zweiten Liga, gewann danach aber kein Spiel mehr und stieg direkt ab. In der neuen Saison geht es ähnlich weiter: Bisher stehen zwei Unentschieden und zwei Niederlagen in der Dritten Liga auf dem Konto.

3. Die Ausnahme: In den vergangenen sechs Jahren ist Werder viermal in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen einen Drittligisten ausgeschieden (2011 Heidenheim, 2012 Münster, 2013 Saarbrücken, 2016 Lotte). Eine der Ausnahmen: 2015 – gegen Würzburg (2:0 nach Verlängerung). Danach kam Werder bis ins Halbfinale.

Im vergangenen Duell 2015 gewann Werder mit 2:0 gegen die Würzburger Kickers. Hier in Szene: Fin Bartels (li.) und Peter Kurzweg.

4. Die Ex-Spieler: Mit Enis Bytyqi stürmt ein ehemaliger Bremer für Würzburg. Der 20-Jährige kam bei Werder nicht über die U23 hinaus, spielt seit Sommer bei den Unterfranken. Nicht mehr da ist Lukas Fröde. Der Ex-Werder-Spieler zog wegen des Abstiegs nach nur einem halben Jahr weiter zum MSV Duisburg.

5. Die Fehlenden: Bei Werder sind Kapitän Zlatko Junuzovic (Achillessehne) und sein Stellvertreter Niklas Moisander (Muskelfaserriss) verletzt. Außerdem muss Angreifer Fin Bartels seine Rotsperre aus dem Pokalspiel vergangene Saison gegen die Sportfreunde Lotte absitzen. Die Würzburger müssen auf die Dienste des Mittelfeldspielers Florian Kohls (Kreuzbandriss) verzichten. Zudem fehlen Björn Jopek und Maximilian Ahlschwede (beide Sprunggelenksverletzung).

6. Doppelte Premiere für Thomas Delaney: Der Mittelfeldmann führt Werder gegen Würzburg erstmals in einem Pflichtspiel als Kapitän aufs Feld – bei seinem ersten Spiel im DFB-Pokal überhaupt.

7. Der gegnerische Trainer: Stephan Schmidt. Der 40-Jährige übernahm zum 1. Juli das Amt von Bernd Hollerbach, der nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga seinen Hut nehmen musste. Schmidt war zuletzt Jugendcoach bei Schalke 04, betreute auch schon unter anderem Energie Cottbus (neun Spiele) und den SC Paderborn (33 Spiele) als Cheftrainer. Lange blieb er dort aber nicht.

Werders Ex-U23-Spieler Enis Bytyqi trägt seit dieser Saison das Trikot des FC Würzburger Kickers.

8. Totaler Umbruch: Nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga brach die Würzburger Mannschaft auseinander. Nur sechs Spieler sind geblieben, 17 sind neu. Der Bekannteste unter vielen Unbekannten: Wolfgang Hesl (31). Der Torwart (kam von Arminia Bielefeld) bestritt 19 Bundesliga-Spiele für den HSV und Greuther Fürth.

9. Wieder Werder: Am zweiten Spieltag der Dritten Liga spielte Würzburg bereits einmal gegen Bremen – gegen die U23. Das Spiel endete 1:1. Von U23-Coach Florian Kohfeldt hat sich Werders Cheftrainer Alexander Nouri schon den einen oder anderen Tipp abgeholt: „Natürlich haben wir uns ausgetauscht.“

10. Alte Verbindungen: Werder-Sportchef Frank Baumann ist gebürtiger Würzburger. Der Ex-Profi spielte in seiner aktiven Laufbahn zwar nie für die Kickers, hat aber trotzdem eine Beziehung zum Verein: „Meine Oma hat früher das Vereinsheim geleitet und meine Mutter hat in jungen Jahren dort ausgeholfen“, sagte er der „Bild“.

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