Willi Lemke 1989: Der Manager des SV Werder Bremen erweist sich einmal mehr als ein gewiefter Geschäftsmann.
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Willi Lemke 1989: Der Manager des SV Werder Bremen erweist sich einmal mehr als ein gewiefter Geschäftsmann.

Als Reaktion auf Zuschauerproblem

18. März 1989: Werder-Manager Willi Lemke verkauft Bundesliga-Spiel

Bremen - Das Heimspiel von Werder Bremen gegen Waldhof Mannheim liefert ein Novum in der Bundesliga-Geschichte. Manager Willi Lemke hatte die Partie im Vorfeld an einen Sponsor verkauft und somit für ein ausverkauftes Weserstadion gesorgt.

Werder und die gesamte Bundesliga hat Ende der 1980er-Jahre ein Zuschauerproblem: Es kommen nur wenige Fans ins Stadion. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat Werder-Manager Willi Lemke eine Idee. Er verkauft das Heimspiel gegen Waldhof Mannheim, zu dem in den drei Vorsaisons jeweils weniger als 20.000 Fans kamen, an Citroën.

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Der Deal sieht so aus: Der Automobilhersteller kauft für 120.000 DM rund 30.000 Tageskarten, die zu familienfreundlichen Preisen (8 DM Sitz- und 3 DM Stehplatz) in den freien Verkauf gehen. Zusätzlich trägt der französische Konzern die Kosten für ein buntes Familienfest rund ums Weserstadion. Im Gegenzug bekommt Citroën die exklusiven Werberechte an diesem Spieltag.

Der Plan von Werder-Manager Lemke geht auf

Der Plan von Willi Lemke geht auf: Es kommen tatsächlich 37.204 Besucher - das Weserstadion ist ausverkauft. Und sportlich läuft es auch. Werder gewinnt die Begegnung gegen den SV Waldhof mit 2:1. Den Siegtreffer erzielt Karl-Heinz Riedle in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

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