+
Manfred Burgsmüller (2.v.li.) traf per Kopf zum 4:0 für Werder - und das Weserstadion stand Kopf.

5:0-Sieg

11. Oktober 1988: Wunder von der Weser gegen BFC Dynamo

Werder schafft das scheinbar Unmögliche, holt im Europapokal gegen den BFC Dynamo eine 0:3-Hinspielniederlage auf und setzt sich mit 5:0 durch.

Werder trifft im Europapokal der Landesmeister in der ersten Runde auf den DDR-Meister BFC Dynamo. Die Grün-Weißen gehen mit einer schweren Bürde ins Rückspiel. So hatten sie das Hinspiel in Ost-Berlin sang- und klanglos mit 0:3 verloren. Vor dem zweiten Aufeinandertreffen greift Manager Willi Lemke zu allen erlaubten Tricks und schickt die Spieler der Gäste am Morgen vor dem Spiel zur Ablenkung zum Shopping in die Bremer Innenstadt - „Werder-Rabatt“ inklusive.

Am Abend ist Werder auf dem Rasen fest entschlossen, das Weiterkommen doch noch zu schaffen. Doch die Sensation bahnt sich nur langsam an. Nach einem Elfmetertor von Michael Kutzop (22.) steht es zur Pause lediglich 1:0 für die Bremer. Erst nach dem Seitenwechsel nimmt die Aufholjagd richtig Fahrt auf. Günter Hermann (55.) und Karl-Heinz Riedle (62.) egalisieren das Hinspielergebnis. Als Manni Burgsmüller in der 80. Minute per Flugkopfball zum 4:0 trifft, steht das Weserstadion Kopf.

Dynamos Albtraum an der Weser: „Unvergesslich“

Werder liegt in der Gesamtrechnung erstmals vorne und die Gegenwehr des BFC Dynamo ist gebrochen. Thomas Schaaf erzielt in der Schlussminute noch den 5:0-Endstand. Der Jubel der 23.000 Zuschauer kennt keine Grenzen. Nach Spartak Moskau im Vorjahr (6:2 n.V. nach 1:4 im Hinspiel) gelingt Werder im deutsch-deutschen Duell das zweite Wunder von der Weser.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare