Die Werder-Fans gedachten mit diesem Banner dem verstorbenen 16-jährigen Adrian Maleika.
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Die Werder-Fans gedachten mit diesem Banner dem verstorbenen 16-jährigen Adrian Maleika.

Wistorie

17. Oktober 1982: Der tragische Tod des Adrian Maleika

Es ist eines der traurigsten Kapitel des deutschen Fußballs. Am 17. Oktober 1982 erliegt der Werder-Fan Adrian Maleika seinen schweren Kopfverletzungen, nachdem er tags zuvor von Hamburger Hooligans überfallen worden war.

Anlässlich des DFB-Pokalspiels zwischen dem HSV und Werder (3:2) reist der 16-jährige Adrian Maleika mit einer Gruppe Werder-Fans nach Hamburg. Auf dem Weg ins Stadion kommt es im Altonaer Volkspark zu einer brutalen Auseinandersetzung mit Hamburger Anhängern, in dessen Verlauf die Bremer in ein kleines Waldstück abgedrängt werden. 

Dabei wird Maleika von einem Steinwurf am Kopf getroffen und erleidet mehrere Schädelbrüche. Im Krankenhaus kämpft der Lehrling vergeblich um sein Leben. Er stirbt einen Tag nach seiner Einlieferung an den Folgen seiner schweren Kopfverletzungen. 

Wahrer Täter nie gefasst

Zur Beerdigung auf dem Friedhof in Huckelriede kommen neben zahlreichen Fans auch hochrangige Vertreter beider Vereine. Werder-Manager Willi Lemke spricht später vom „schwärzesten Tag” seiner Amtszeit. 

Im folgenden Gerichtsprozess im Jahr 1983 werden drei der acht Angeklagten aus dem Umfeld des Hamburger Fanclubs „Die Löwen” zu Freiheits- bzw. Bewährungsstrafen sowie Arbeitsmaßnahmen verurteilt, die übrigen fünf werden freigesprochen. Der wahre Täter kann nicht ermittelt werden. In Erinnerung an Adrian Maleika befindet sich seit seinem 30. Todestag im Jahr 2012 eine Gedenktafel in der Ostkurve des Weserstadions.

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